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5. März. 2009. Eine interessante Marktanalyse hat kürzlich das US-Unternehmen Forrester veröffentlicht. Tatsächlich würden schon heute 77 Prozent aller IT-Entscheider Web 2.0-Angebote am Arbeitsplatz nutzen. Leider findet diese Tatsache keine Berücksichtigung in den B2B-Marketingaktivitäten der meisten Unternehmen.
Es wird nur wenig getan, um aus dieser hohen Zahl zu profitieren. Die IT und Datenverarbeitung zählt interessanterweise - ähnlich wie einige Konsumgütermärkte - zu den Sektoren, in denen Kaufentscheidungen besonders stark von Empfehlungen und Meinungen zu Produkten abhängen. Laut Laura Ramos von Forrester würde es sich daher lohnen, seine Kunden über Web 2.0 besser kennenzulernen.
Als eine Art Einstiegshilfe unterteilt Forrester daher die große Gruppe der Nutzer von sozialen Business-Netzwerken in sechs Typen:
- 27% davon stellen die „Schöpfer" dar: Sie betreiben eigene Blogs, veröffentlichen Websites und schreiben Artikel in Blogs und auf News-Seiten.
- Mit 37% etwas häufiger sind die „Kritiker"; sie bewerten Produkte und Dienstleistungen in Foren oder kommentieren in Blogs.
- Die „Sammler" repräsentieren 29% der Nutzermasse. Sie haben viele RSS-Feeds abonniert, nehmen an Umfragen teil und fügen Suchbegriffe zu Websites und Medieninhalten hinzu.
- Die „Mitmacher" unterhalten ein eigenes Web 2.0 Profil und nutzen Web 2.0 -Seiten, sie stellen 29% der Nutzer dar.
- Die „Zuschauer", mit 69% die größte Gruppe, lesen Blogs, hören Podcasts und lesen in Foren und Reviews. Sie werden selbst nicht aktiv.
- Die „Inaktiven" stellen mit 23% die letzte Gruppe dar: Sie halten sich von allen Web 2.0-Aktivitäten, jedenfalls im geschäftlichen Bereich, völlig fern.
Insbesondere in Deutschland betreibt noch immer weit mehr als die Hälfte aller Unternehmen konventionelles Push-Marketing. Damit ist eine Einbahnstraßenkommunikation mit Kunden und Interessenten gemeint, bei dem der Anbieter vornehmlich als Sender auftritt, anstatt auch an einem Dialog mit der Zielgruppe interessiert zu sein.
Typischerweise erkennt man diese Unternehmen an folgenden Merkmalen:
- Die Webseite konzentriert sich nur auf die Darstellung des eigenen Unternehmens, der eigenen Produkte oder Dienstleistungen
- Das Unternehmen unterhält einen Newsletter, der Unternehmens- oder produktspezifische Themen enthält und in der Regel eigenwerbelastig ist
- Das Unternehmen versendet regelmäßig postalisch oder per E-Mail Werbesendungen und Angebote
- Über die eigene Kunden- und Interessentenbasis ist über die reinen Adressdaten hinaus nur wenig bekannt
- Es wird nicht systematisch gemessen, welche Themen über die gesamten Kommunikations- und Publikationsaktivitäten des Unternehmens hinweg, wie gut bei welchen Zielgruppen ankommen.
Kein Zweifel, konventionelle Angebote und Marketinginstrumente sind in vielen Fällen unverzichtbar. Doch ist ein Unternehmen heute gut beraten, diese Herangehensweise durch neue, mehr auf Dialog und Reaktionsmessung ausgelegte Instrumente zu ergänzen. Was dazu nötig ist und wie man sich dem Thema nährt, erläutern wir Ihnen gerne auch unverbindlich in einem Gespräch. Kontaktieren Sie uns. |