Die Zukunft der Tabelle: Liquid Browsing Drucken E-Mail

liquiverse_homepage_back-klein.jpg28. Aug. 09. Eine junge Darmstädter Softwarefirma will das Nachfolgekonzept für Tabellen entwickelt haben. Liquid Browsing heißt ihre Technologie. Wir meinen, dass hier ein großer Wurf gelungen ist. Beliebig große Tabelle und dennoch kann man alle Daten auf einen Blick sehen und damit arbeiten. Magic?

 

 


Wir alle arbeiten ständig mit Listen oder Tabellen. Übrigens genauso wie auch die meisten Softwareprogramme. Die Information der heutigen Welt steckt in Spalten und Reihen. Analysieren Sie auch gelegentlich Tabellen aus Ihrem CRM- oder ERP-System? Lange Listen mit Kunden und ihren Umsätzen? Oder scrollen Sie viel im Internet? Zum Beispiel bei eBay, Amazon, im iStore oder in anderen elektronischen Katalogen? Wir alle tun es. Deshalb hat die Technologie des Darmstädter Unternehmens Liquiverse auch das Zeug dazu, eine der kommenden großen Web3.0 Querschnittstechnologien zu werden.

 

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Kern der Liquid Browsing Technologie ist der ‚Scatter Space‘, ein Koordinatensystem mit X- und Y-Achse. Bei dem getesteten Einsteigerprodukt - LiquidCSV - können beliebige Tabellen oder Listen, nachdem sie als CSV-Datei gespeichert wurden, in den Scatter Space importiert werden.

 

Der Anwender definiert, wie die Daten visualisiert werden sollen, damit er auf den ersten Blick Erkenntnisse aus Datenmuster und Struktur gewinnen kann. Klingt schwerer als es tatsächlich ist: Datensätze werden im Scatter Space als Punkte, bzw. ‚Bubbles‘ dargestellt. Deren Position auf der X- und Y-Achse sowie ihre Mouseover Beschriftung und ihre Größe werden durch die jeweilig zugrundeliegende Tabelle bestimmt. Großer Punkt = großer Umsatz, je weiter rechts der Punkt, desto höher der Gewinn usw. Das alles bestimmen Sie.

 

Das Scrollen und ungefähr die Hälfte aller Klicks zum formatieren, Filter bauen, einblenden, ausblenden, wie man es von Excel oder Datamining-Tools kennt, wurden schlicht abgeschafft. Gleichzeitig wird unser optischer Sinn beim Liquid Browsing viel stärker in Anspruch genommen. Klingt abstrakt? Versuchen Sie es.

 

 

Liquiverse bietet auf der Seite zum aktuellen Einsteigerprodukt: 

  • Eine kostenlose Testlizenz
  • Ein „Erste-Schritte-PDF", welches man auf jeden Fall runterladen und ausdrucken sollte, und
  • auf Youtube drei aufeinander aufbauende Trainingsvideos an, mit Hilfe derer man das Prinzip und die Möglichkeiten der Applikation versteht.
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Fazit: Sicher ist LiquidCSV kein echtes BI-Tool. Auch sollte man es nicht mit dem Leistungsspektrum einer sorgfältig konfigurierten Excel-Tabelle inklusive Makros, Pivotfunktion usw. vergleichen. Wer jedoch ohne größeren Programmier- oder Formatierungsaufwand große Datenmengen sichten, auswerten, kritische Elemente identifizieren und Erkenntnisse gewinnen möchte, der kann dies erheblich schneller und einfacher als zuvor. Auch für immer größer werdende Gemeinde der Wissensmanagement-Anwendungen kann Liquid Browsing als Benutzeroberfläche noch für viel Wirbel sorgen.

Der Charme der Anwendung liegt nicht zuletzt an der optischen und fast schon haptischen Erfahrung mit den Daten. Wenn man im Scatter Space einzelne Datensätze „anfasst", hat man das Gefühl, man rührt in einer Suppe. Daher wohl auch der erste Teil des Namens: Liquid Browsing.

 

Weitere Informationen:

 

Ausstellersuche auf Messe CeBIT 2009 mit Liquid Browsing
LiquidCSV im Test bei Softonic
Das Unternehmen Liquiverse

 

 

 

 

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