Studie: Marketing für mobile Internetnutzer Drucken E-Mail
smartphones_front.gif16. Sep. 09. Mobile Internetnutzer müssen anders adressiert werden als "Festnetzsurfer", zudem teilen sie sich in Smartphone- und Nicht-Smartphone-Besitzer auf. Eine aktuelle Studie erläutert Abneigungen und Vorlieben. Wichtige Infos für die Betreiber "mobiler" Webseiten. 

 

Eigentlich will man seine Zielgruppe möglichst effizient erreichen, nach dem Motto: möglichst viele mit den gleichen Werkzeugen ansprechen. Doch allein schon die mobile Internetnutzung zerteilt auch die homogenste Zielgruppe in Untergruppen.  

 

Konkret heißt das zum Beispiel: Betreiber von Webseiten für mobile Besucher oder Kunden sollten, so eine Studie des US-Marktforschungsunternehmens InsightExpress, immer die großen Unterschiede bei der Darstellungs- und Navigationsqualität der verschiedenen mobilen Endgeräte im Blick haben. Bei einem Vergleich zwischen Smartphone, Nicht-Smartphone und Festnetz-Internetnutzern zeigte sich ein starkes Gefälle bei der Nutzerzufriedenheit: Während 70 Prozent der Festnetz-Nutzer und 68 Prozent der Smartphone-Nutzer mit der Darstellung und Navigation von Internetseiten zufrieden waren, traf dies nur für 47 Prozent der Nicht-Smartphone-Nutzer zu.

 

Diese Nicht-Smartphone-Nutzer mit ihren normalen, nicht internet-optimierten Handys gelte es im Blick zu halten, so die Experten. Bei den drei Schlüsselfaktoren für den Erfolg einer mobilen Website kommt der eigentliche Inhalt daher erst an dritter Stelle: An erster Stelle steht die Geschwindigkeit des Seitenaufbaus, an zweiter Stelle die Seiten-Navigation. Erst wenn diese beiden Probleme zufriedenstellend gelöst seien, würden sich Nicht-Smartphone-Nutzer den mobilen Inhalten zuwenden und diese wirklich wahrnehmen. Für Smartphone-Nutzer steht hingegen von Anfang an die Qualität der mobilen Inhalte im Vordergrund, Navigation und Geschwindigkeit werden von den fortgeschrittenen Nutzern als nachrangig erachtet - sie bleiben allerdings wichtig.

 

Kurz zusammengefasst: Je simpler eine mobile Website ist, desto mehr Nutzer nehmen sie wirklich wahr. Beim Design sollte also auf Klarheit, Nutzerfreundlichkeit und ein geringes Datenvolumen geachtet werden; Multimediagimmicks sollten zurückstehen. Für mobile Marketer hielt die Studie dennoch eine positive Nachricht bereit: Werbung stört die Nutzer aller Endgeräte in der Regel nicht und hat keinen Einfluss auf die Beurteilung der Attraktivität einer mobilen Website.

 

Quelle: ECIN

 

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